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Bauer braucht Sau 2010/11

#1 von Eileen und Eva , 27.11.2011 17:43

Zitat von Eileen
Das ist ja das aktuelle Stück, welches gerade im Millowitsch-Theater läuft. Friederike und ich haben es bereits gesehen und werden es auch bald nochmals sehen.

Der Anlass, weshalb ich nun einen Thread zu dem aktuellen Stück aufmache ist: Ich habe im Gästebuch der Millowitsch-Homepage gelesen, dass ein Zuschauer und seine Truppe gar nicht zufrieden waren mit dem Stück. Ich kopiere den Text jetzt nicht hier herein (das darf ich bestimmt auch gar nicht), aber versuche, ihn möglichst sinngetreu wieder zu geben. Dazu arbeite ich die einzelnen Punkte seines Statements ab.

1. Das Stück ist eine Katastrophe.
Ich muss zugeben, auch ich habe schon bessere Stücke im Millowitsch-Theater gesehen und war ein klein wenig enttäuscht, als ich das Stück sah, da mir der Titel und der Inhalt irgendwie mehr versprochen hatten. Es aber als "Katastrophe" zu bezeichnen, halte ich für schlichtweg arrogant und übertrieben. So ist es nun wirklich nicht - meine Meinung.

2. das Stück hat keinen Sinn - der Inhalt und die Handlung bilden keinen Zusammenhang zueinander
Kann ich so auch nicht bejahen, aber auch nicht verneinen. Man muss vielleicht dazu sagen/schreiben/wissen, dass das Stück ursprünglich "Bauer SUCHT Sau" hieß und da wird die Ähnlichkeit zu einer bekannten RTL-Sendung schon sehr, sehr deutlich. In dem Stück werden u.a. solche TV-Formate auf die Schippe genommen und aus diesem Grund trug das Stück vermutlich zunächst einen Titel, der sofort an ein bestimmtes RTL-Format erinnern sollte. Dass das Stück keinen Sinn haben soll, ist für mich der größte Schwachsinn und vermutlich Beweis dafür, dass da jemand das Stück nicht verstanden hat. Wie gesagt, der Schönheitswahn wird parodiert, ebenso die Finanzkrise und eben zweifelhafte TV-Formate. Für mich hat das Stück also schon einen Sinn. Über den Zusammenhang des Inhalts mit dem Titel kann man vielleicht streiten... Man hat aber seitens der Autoren, meiner Meinung nach, durchaus versucht, einen kleinen Zusammenhang herzustellen. Im Stück verstirbt die Sau des Protagonisten, an der er sehr hing... also braucht er eine Sau. Ich find den Titel des Stückes auch nicht 100pro passend zum Inhalt des Stückes, aber das ist für mich nicht schlimm.

3. Angeblich verließen viele Zuschauer das Theater noch während der Pause
Lieber Verfasser der Kritik, im Millowitsch-Theater ist das Rauchen verboten. Sind Sie also sicher, dass die besagten Zuschauer nicht nur zum Rauchen draußen waren? :lol: Nein, Spaß beiseite. Es mag vielleicht sein, dass einige Zuschauer das Theater wutentbrannt und völlig sinnentleert (ach nee, sinnentleert ist ja schon das Stück ansich) verließen, aber da man ja doch Geld für die Karten bezahlt, werden sich wohl die meisten die "Katastrophe" bis zum Schluss "angetan" haben. Das halte ich mal wieder für eine bloße Übertreibung. Im Übrigen ist das Stück sooo schlecht nun auch wieder nicht. Ich finde, man kann es sich durchaus bis zum Schluss angucken, zumal erfahrungsgemäß das Stück erst im zweiten Akt zum Höhepunkt kommt.

4. Es war weder Humor, noch Witz gegeben
Quatsch! Es sind wirklich gute Gags dabei - man muss sie nur verstehen. :wink: Ich gebe zu, dass mich die Witze auch nicht gerade aus meinem Sitz gerissen haben, aber Lacher sind durchaus welche dabei. Sogar das Premierenpublikum, was in der Hinsicht etwas verhaltener ist, konnte gut lachen. Mal wieder eine Übertreibung des Verfassers um das Stück gnadenlos schlecht zu machen.

5. Die Erwartungen des Verfassers und seiner Gruppe an das Theater wurden nicht erfüllt.
Hmmm. Das glaube ich ihm sogar. Und tut mir leid, dennoch würden sich weitere Besuche im Theater (in der nächsten Saison) bestimmt lohnen, da nicht jedes Stück gleich gut oder schlecht ist.

6. Peter Millowitsch war "uninspiriert"
Das verstehe ich nicht so ganz, was uns der Autor damit sagen will. Vielleicht meint er, dass Herr Millowitsch lustlos und ohne Spielfreude auf der Bühne stand?! Kann schonmal vorkommen, wenn man ein derart bescheidenes Publikum hat, wie es der Verfasser schildert. Theater lebt auch vom Publikum und wenn von diesem nichts rüberkommt, verlieren auch die Schauspieler die Lust. Ich könnte mir vorstellen, dass das auch nicht die erste negative Kritik ist, die Herr Millowitsch zum neuen Stück bekommt, also ist er u.U. etwas geknickt, was ich ihm nicht übel nehmen würde. Und ich sag's ja: wenn das Publikum sich von vornerein schon nicht öffnet, ist es sowieso schwierig für die Darsteller, die weiter machen müssen als wäre nichts ... sie können ja schlecht sagen, dass sie aufhören und von der Bühne gehen. Blöde Situation - für beide Seiten.
Oder meint der Verfasser eventuell, dass Herr Millowitsch uninspiriert war, als er das Stück schrieb? Herr Verfasser, schreiben sie doch mal jedes Jahr ein neues Theaterstück - vielleicht kann Herr Millowitsch noch von Ihnen lernen! :roll: (Im Übrigen auch Blödsinn, da das Stück schon sehr kreativ auf mich wirkt, auf solche Ideen muss man erstmal kommen.)

7. Der einzige Lichtblick war Melanie Steffens
Melanie Steffens ist immer ein Lichtblick, da sie einfach gut spielt. Immer, wenn ich sie im Millowitsch-Theater auf der Bühne sehe, liefert sie eine sehr gute Leistung ab. Aber was, lieber Verfasser, ist mit Claus Janzen? Oder Heike Schmidt? Das Ensemble ist gut. Sehr gut. Sie sind einfach alle Lichtblicke :)

8. Zu teurer Abend...
Wenn ich das schon lese, kriege ich Flecken! Sind Sie mal im Musical gewesen? Da bezahlen Sie aber locker das Doppelte für eine Karte und kriegen dafür nicht mal die besten Plätze!! Eine Bekannte, mit der ich u.a. auch zur Premiere war, meinte, sie sei überrascht gewesen, dass die Karten "so günstig" sind. Und eigentlich sind sie das auch. Ob das Theater bzw. das Stück das Geld wert ist, ist immer subjektiv, aber allgemein sind die Karten NICHT zu teuer. Vor allem, wenn man sich dazu noch überlegt, dass das Theater schon immer ohne jegliche Subventionen auskommt. Irgendwie muss das Geld doch reinkommen. Mit 10 € pro Karte würde Herr Millowitsch sicher nicht weit kommen.

So, das musste mal gesagt werden. :lol: Ich finde einfach, dass Manche grundlos übertreiben, wenn sie sich geärgert haben. Ich kann verstehen, wenn man von dem Stück nicht gerade begeistert ist und meint, den Abend und das Geld hätte man sich auch sparen können, aber wenn man es aus diesen Gründen dann öffentlich - also im Internet - niedermacht, finde ich das schon kindisch. Ein einfaches "wir waren leider enttäuscht" hätte es wohl auch getan. Vor allem dann, wenn man keine Ahnung von Theater hat... Der Verfasser hatte sie scheinbar nicht, denn sonst hätte er das Stück wohl verstanden.

Auch wenn ich das Stück nicht gerade super fand, sehe ich es mir, wie gesagt, bald nochmal an und bin gespannt, ob die Leute auch scharenweise aus dem Theater rennen! :wink: Und ich bin gespannt, wie ich das Stück dann empfinde, da die Schauspieler ja dann schon "eingespielt" sind.

Lg, Eileen


 
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RE: Bauer braucht Sau 2010/11

#2 von Eileen und Eva , 27.11.2011 17:43

Zitat von Eva
DANKE Eileen.

Wie ich ja bereits erwähnt habe, habe ich das Stück nicht gesehen und werde es leider auch nicht sehen. Daher kann ich nicht so richtig mitreden.

Trotzdem möchte ich auch etwas schreiben:

1.) Ich habe die Kritiken des Stückes gelesen und von dem her finde ich einiges übertrieben was besagte Person schreibt.

2.) Ob der Titel passt oder nicht kann ich jetzt nicht beurteilen, aber mir war schon als ich das erste Mal darüber gelesen habe und mit dem Wissen welche Stücke im Millowitschtheater gespielt werden klar, dass es eine Persiflage auf genannte TV- Formate sein soll.

3.) Ich weiß ja jetzt nicht genau was eine Karte kostet, aber wenn es besagter Schreiber so teuer fand stellt sich mir folgende Frage: WARUM hat er dann eine gekauft?

LG Eva


 
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RE: Bauer braucht Sau 2010/11

#3 von Eileen und Eva , 27.11.2011 17:43

Zitat von Eileen
Danke für deine Meinung dazu, Eva.

Die Karten kosten (am Wochenende) so zwischen 31 und 25 € - je nach dem welche Kategorie natürlich. Unter der Woche sind sie günstiger.

Die Frage nach dem WARUM man sich eine Karte kauft, wenn es angeblich zu teuer ist, habe ich mir auch gestellt, als ich den Beitrag las.

Und ja, ich denke auch, dass es klar sein sollte, aus welcher Intention heraus, man den Titel des Stückes wählte. Wie man sich derart daran echauffieren kann, dass es angeblich nicht zum Inhalt passt, ist mir ein Rätsel. Aber wie gesagt, ich denke, da hat jemand bewusst nach Mitteln gesucht um das Stück richtig madig zu machen. Ich erwähne es nochmal: mir haben andere Stücke im Millowitsch-Theater schon viel, viel besser gefallen, aber ich finde dennoch, dass es lustig war und sonst würde ich es mir nicht nochmal ansehen.

Kritik zu üben finde ich auch völlig okay, aber sie sollte, wie Eva schon schreibt, sachlich sein. Ich habe Herrn Millowitsch hinterher auch geschrieben, dass mich das Stück nicht wahnsinnig begeistert hat, aber die Art, wie besagter Verfasser seine Kritik übt, lässt zu wünschen übrig. Das Millowitsch-Theater ist so fair und lässt seine Kritik im Gästebuch, was ja auch okay ist, da es ja einen Eindruck vermitteln soll, was die Leute so davon halten, aber vielleicht hält diese barsche Kritik jetzt Leute ab, ins Theater zu gehen und das muss nicht sein. Ich würde (wenn ich nicht riesiger Millowitsch-Fan wäre) mir vielleicht auch dreimal überlegen, ob ich mir das Stück ansehe, wenn ich eine solche Kritik lese.

Ach ja, und das mit den Kritiken stimmt: sie waren durchweg positiv. Im WDR-Premierenreport wird erwähnt, dass es sicher nicht das beste Stück ist, aber dennoch sehenswert. Das ist für mich die treffendste Umschreibung.


 
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RE: Bauer braucht Sau 2010/11

#4 von Eileen und Eva , 27.11.2011 17:44

Zitat von Eva
Bitte gerne.

Also ich finde das jetzt nicht so teuer um ehrlich zu sein.

Und genau so habe ich das gemeint- die Art und Weise der kritik lässt zu wünschen übrig.

Ich finde es auch beachtlich, dass die Kritik stehen bleiben darf, aber ich denke du hast völlig recht damit, dass es sonst so aussehen würde, als würde Negatives gelöscht.

Ich hoffe einfach, dass die Art und Weise wie die Kritik geübt wird nicht nur uns negativ auffällt und dass sich dadurch niemand davon abhalten lässt das Stück zu sehen, der es sehen möchte!


 
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RE: Bauer braucht Sau 2010/11

#5 von Eileen und Eva , 27.11.2011 17:44

Zitat von Eileen

Zitat von Eva
Bitte gerne.

Also ich finde das jetzt nicht so teuer um ehrlich zu sein.


Ich find auch, dass es noch in Ordnung ist. Außerdem hat das Theater ja auch so seine Kosten.

Zitat von Eva
Ich hoffe einfach, dass die Art und Weise wie die Kritik geübt wird nicht nur uns negativ auffällt und dass sich dadurch niemand davon abhalten lässt das Stück zu sehen, der es sehen möchte!


Das hoffe ich auch! Aber ich denke, wenn man es wirklich sehen will, lässt man sich nicht durch so einen Beitrag davon abhalten. Naja, ich hoffe es zumindest :wink:



 
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RE: Bauer braucht Sau 2010/11

#6 von Eileen und Eva , 27.11.2011 17:44

Zitat von Eva
Ich kann dir nur zustimmen Eileen! Und ich denke, dass jeder positive Eintrag unsere Sorge mindert, dass sich potentielle Zuschauer davon abhalten lassen könnten das Stück zu sehen.


 
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RE: Bauer braucht Sau 2010/11

#7 von Eileen und Eva , 27.11.2011 17:44

Zitat von Eileen
... so subjektiv sind diese Dinge nunmal:
neuer Eintrag im Millowitsch-GB zum neuen Stück.

Zitat: "Wir haben nun einige (Lach)Falten mehr ... wir waren total begeistert..."
Tja, schwer zu glauben, dass diese beiden Einträge zum gleichen Stück waren, oder? Ich glaube, manche Menschen haben einfach einen sehr eigenwilligen Humor und verstehen manche Dinge nicht so recht. Auf Millowitsch muss man sich eben einlassen, es ist teilweise etwas albern und abgedreht und deshalb nicht jedermanns Sache. Meine Sache schon. :lol:


 
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RE: Bauer braucht Sau 2010/11

#8 von Eileen und Eva , 27.11.2011 17:45

Zitat von Eileen
Am vorletzten Freitag, den 10.12. waren Friederike und ich nochmal im Millowitsch-Theater um uns das aktuelle Stück ein zweites Mal anzusehen.

Ich verweise an dieser Stelle mit Freuden nochmal auf den ersten Eintrag, den ich hier zu dem Thema schrieb: Lieber Verfasser der harten Kritik, bei uns sind die Leute nicht scharenweise aus dem Theater gerannt, es war eine schöne Stimmung und ich denke, die meisten Leute haben auch den Sinn des Stückes erkannt. :P

Das Theater war recht voll, fast ausverkauft und da viele Gruppen zu Gast waren, die vorher auf dem Weihnachtsmarkt waren, herrschte eigentlich schon von vornerein eine nette Stimmung im Theater. :wink: Was natürlich jetzt nicht heißen soll, dass ich finde, dass man das Stück nur mit Glühwein ertragen kann, hihi.
Wir hatten vorher keinen Alkohol zu uns genommen :lol:, aber fanden das Stück diesmal richtig gut. Wir waren richtig überrascht davon, wie viel Prozent das Ensemble wohl nochmal draufgelegt hatte. Sie waren eben sehr gut eingespielt. Einige Gags erschienen und etwas verändert oder gar ganz neu und wir hatten auch das Gefühl, so kleine Passagen oder Sätze hatte man weggelassen.
Für mich war diesmal alles richtig so. Ich bleibe bei der Meinung, dass es nicht das beste Millowitsch-Stück ist, aber total sehenswert und auf jeden Fall das Geld und den Besuch wert. :wink:


 
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RE: Bauer braucht Sau 2010/11

#9 von Eileen und Eva , 27.11.2011 17:45

Zitat von Friederike
@Eileen: Deiner Meinung und Deinem Statement kann ich nur vollkommen zustimmen.

Ich fand das Ensemble am 10.12. richtig gut, wie Du weißt, und es hat Spaß gemacht, dass Stück nochmal an zu schauen. :D

Vielen Dank an das Millowitsch-Ensemble! :wink:


 
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